Ende der 60er Jahre hatte der Alumni Club der Columbia Business School bereits große Aktivitäten in den U.S.A. entfaltet. Auch damals gab es schon viele europäische Absolventen, Franzosen, Italiener und aus den deutsch-sprachigen Ländern, die sich 1970 vor ihrem MBA Abschluss verabredeten, die Alumni Meetings als CBSEC (Columbia Business School European Club) in die jeweilige Heimat zu bringen. Jürgen Reuning wollte ein deutsches Chapter des CBSEC gründen und ergriff die Initiative für ein erstes Meeting im deutschsprachigen Raum. Er sprach Karl Homberg und Helmut Gieselmann an, die damals beide bei McKinsey arbeiteten. Unter großen Schwierigkeiten begannen sie im Frühjahr 1971, die Adressen der deutschsprachigen Alumni herauszufinden.

Helmut übernahm die Aufgabe, das CBSEC Meeting zu organisieren, Einladungen wurden verschickt, und an einem Wochenende Ende September 1971 trafen sich erstmals 15 Alumni und Partnerinnen auf Schloß Liebieg in Kobern-Gondorf an der Mosel. Keiner der drei konnte damals absehen, dass diese Meetings, die erst später den Namen COLAM erhielten, solange wachsen und florieren würden. Das erste Meeting gefiel und sie beschlossen, die Treffen jährlich fortzuführen – was seitdem mit ständigem Zulauf der nachwachsenden Generationen an Alumni, auch prima gelang.  Auf dem ersten Meeting wurden die noch heute im wesentlichen unveränderten Ziele und Aktivitäten des Clubs, der Kreis der Alumni und die Form der Meetings verabredet. Ab 1977 wurde die Gruppe um Alumni der Columbia Law School erweitert.

Es waren unruhige Zeiten 1971. An dem Veranstaltungs-Wochenende wurde in Belgien das Parlament aufgelöst, am Trafalgar Square demonstrierten 30.000 Menschen gegen Pornographie und „moralische Verschmutzung“, in Saigon wurde eine Massendemo gegen die anstehende Präsidentenwahl mit großem militärischen Aufgebot unterdrückt, die UN forderte Israel auf, keine weiteren Maßnahmen zu treffen, die den arabischen Status von Ostjerusalem ändern könnten, die Deutsche Bahn startete den Schnellverkehr mit Intercity-Zügen, und die DDR spielte gegen Mexiko in Berlin (Ost) 1:1, die Schweiz gewann in Zürich 4:0 gegen die Elf der Türkei. Auch wenn es klingt, als ob manche Themen die Wechsel der Zeiten nicht überdauert haben: COLAM hat dies mit Bravour geschafft. Es ist auch heute noch ein Erfolgsmodell für erfolgreiche Alumni Arbeit, für dass sich alle Mitglieder bei den Gründern der Idee herzlich bedanken. Wir freuen uns immer, unsere drei stolzen Gründer regelmäßig bei den COLAM Meetings zu treffen.

COLAM wäre nicht dieser Erfolg geworden, wenn nicht viele Alumni die Idee weitergetragen und vor allem durch persönlichen Einsatz umgesetzt hätten. Kaspar Speckle ist hier besonders zu nennen, der viele Jahre lang als Secretary fungierte und den Kontakt zur Columbia University intensiv hielt, aber auch die vielen Organisatoren und Präsidenten der ersten COLAM Veranstaltungen. Sie sind auf einem Verzeichnis, das Kaspar geführt hat, aufgelistet:

Columbia Meetings bis 2020

Mit einer gewissen offensichtlichen Ungerechtigkeit gegenüber den nachfolgenden Präsidenten sind deshalb aus den ersten zehn Jahren noch zu nennen: Roman Pelka, Wolfgang Haupt, Mario Hangartner, Erwin Matisek, Walter Springer, und Norbert Wetzel.

Mit einem herzlichen Dankeschön an Euch alle

Stephan Rey, Thomas Gasteyer, Thomas Gaul